25.02.26: Der Riffreporter berichtet über die CCS-Thematik für Wilhelmshaven. Hier ein Artikel. https://www.riffreporter.de/de/umwelt/co2-deponierung-nordsee-klimaschutz-ccs-technologie
21.01.26 – im Vorfeld der Kundgebung zum Schutz des Voslapper Groden Nord, hier eine Tour du Gas mit der Deutschen Umwelthilfe.
Und hier ein Beitrag in Instagram
Rede vor dem Rathaus:
Rede Stefanie Eilers für 21.01.26 Kundgebung 5 vor 12 vor dem Rathaus Wilhelmshaven
Der Naturschutz hat sich heute hier versammelt, um Zeuge zu sein, wie ein höchstklassiges Schutzgebiet schwammigen, undurchsichtigen und rein wirtschaftlichen Interessen geopfert werden soll.
Ich bin Stefanie Eilers, die erste Vorsitzende des NABU Wilhelmshaven, Sprecherin des Landesfachausschuss Meeresschutz des NABU Niedersachsen.
Von Beruf bin ich Kauffrau im technischen Vertrieb. Zuletzt war ich jahrelang im Maschinenbau tätig. Ich bin ausgebildete Landwirtin im Nebenerwerb, Sprecherin des Bündnisses Netzwerk Energiedrehscheibe und spreche hier und heute auch stellvertretend für die Zukunftswerkstatt Wilhelmshaven.
Ich beginne mit einem Statement für den NABU.
Naturschützer werden gerne als Verhinderer dargestellt, wenn es um Projekte geht, die Natur und Landschaft zerstören.
„Den Sumpf trocken legen“ ist die heutige Absicht von Verwaltung und Rat mit Blick auf die Feuchtgebiets-Lebensräume im Voslapper Groden.
„Den Sumpf trocken legen“ war auch die Absicht der journalistischen Pamphlete von Günter Handlögten und Henning Venske über den unliebsamen Filz zwischen Politik und Wirtschaft in Wilhelmshaven.
Der NABU kritisiert, wie die Verwaltung und Politik in WHV externen Investoren den roten Teppich im Naturschutzgebiet ausrollen.
Kein Ansatz war seit Beginn des Planungsverfahrens 2021 zu erkennen, diese Industrieansiedlung auf andere Flächen an Wilhelmshavens Jadeküste zu lotsen.
Das öffentliche Interesse am Projekt wird mit Klimaschutz begründet. 20 Jahre darf aber weiter fossile Energie importiert werden. Das ist Greenwashing par excellence und ein fossiler Lock-in.
Wer prüft in 20 Jahren, ob da ausschließlich grüne Energie fließt? Wer sanktioniert das dann, wenn dies nicht der Fall ist? Und was heißt das rückwirkend für die nicht eingetretenen Tatbestände zur Überplanung des Naturschutzgebiets Voslapper Groden-Nord?
Das Vogelschutzgebiet Voslapper Groden-Nord ist ein Brutvogellebensraum von nationaler Bedeutung. Er soll auf 5 Ausgleichsflächen zwischen Wittmund und der Elbe zerstückelt werden, sodass eine solche Wertigkeit nie wieder entstehen kann. Keine der Ausgleichsflächen für das Vogelschutzgebiet liegt in Wilhelmshaven.
Die Ausgleichsflächen sind noch nicht planerisch gesichert, noch nicht landschaftlich hergerichtet und werden erst in 4-8 Jahren funktional sein, dass die heimatlosen Vögel dort theoretisch Bruthabitate finden. Hier wird die Biodiversität also lokal vernichtet, damit sie bestenfalls in 5 Jahren in 70km Entfernung eine Ersatzfläche findet.
Die Vorhabenträger haben beim Gewerbeaufsichtsamt bereits einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn beantragt, sodass mit dem heutigen Ratsbeschluss morgen die Bagger rollen sollen.
Nach dem Motto: Winterschlussverkauf der Natur im Vogelschutzgebiet – SALE – Alles muss raus! Bis zur Brutzeit im Frühjahr soll jede Ansiedlung eines Brutvogels durch Vergrämung verhindert werden.
Welche Ewigkeitsschäden bekommen wir in Wilhelmshaven bei der Verrohrung unserer Landschaft? Der Voslapper Groden Nord ist ein Hotspot der Biodiversität. Mit der Zerschlagung verlieren wir eine unfassbare Artenfülle von Tieren und Pflanzen. Das Areal ist nicht ausgetrocknet, wie die Investoren den Ratsleuten weis machen wollen.
Schlechte Pflege und Verbuschung und trotzdem hat es also Hochmoor und Niedermoor und Röhrichtlebensräume und eine ganze Sonnentauplantage. Das sind wichtige Parameter im Zusammenhang mit dem Klimawandel und nebenbei natürliche Kohlenstoffsenken, für die wir nichts bezahlen müssen.
Die 6 wertbestimmenden Vogelarten sind nur Zeugnis für eine riesige Artenfülle aus dem Reich der Insekten, der Pflanzen, Amphibien und Säugetiere. Der Voslapper Groden ist keine einfache Wiese er ist ein höchstklassiges Schutzgebiet.
Sie verleihen einem bestimmten Gebiet durch ihr Vorkommen einen besonderen, in der landesweiten Gesamtschau herausragenden „Wert“ (z. B. in dem sie das Gebiet zu einem der fünf wichtigsten Brutgebiete für die Art in Niedersachsen machen).
Und nun ein Blick in die Arbeit des Netzwerks Energiedrehscheibe und in die Zukunftswerkstatt Wilhelmshaven, seit Januar zu einem Bündnis vereint.
180 Leute aus nominell 30 Verbindungen und Vereinen lesen täglich die Neuigkeiten aus Energiewirtschaft, Klima – und Artenschutz und machen sich ein Bild. Auszüge aus den Fundstücken haben wir Euch heute hier aufbereitet und Ihr könnt lesen kommen am Tisch hier vorne.
Die Investoren spannen große Planungsbüros ein und produzieren Berichte, angebliche Fakten und Hinweise, die ihre Projekte als grün darstellen sollen.
Wir werden mit Massen von undurchdringlichen Papieren überfrachtet und sollen in kürzester Zeit Stellung beziehen, während die Gutachten selbst jahrelang in Teams aus Spezialisten hauptberuflich erarbeitet werden.
Was hier stattfindet ist in unseren Augen die Enteignung und die aktive Entmündigung der Gemeinschaft. Der Traum, dass Wasserstoff dereinst das Erdgas fossilen Ursprungs ersetzen wird, ist das Märchen, das wir glauben sollen.
In diesem Verfahren tritt die „Deutsche Grüngas und Energieversorgung GmbH (DGGEV)“ auf – welch wohlklingender Name. Hinter der Grüngas verbirgt sich Tree Energy Solutions (TES), ein Finanzkonsortium mit Sitz in Belgien, das fossile Eltern hat. Dazu gesellt sich Fortescue, hier benannt als FFT (Fortescue Future Technology) aus den Niederlanden.
Fortescue ist der größte Minenkonzern Australiens. Er hat sich bereits bei der Enteignung von Aborigines einen unrühmlichen Namen gemacht.
Orlando Carriqueo, von 2017 – 2025 Vertreter des Mapuche Parlaments Tehuelche von Río Negro in Argentinien, war unter anderem gegen das Wasserstoffprojekt des australischen Bergbaukonzerns Fortescue aktiv, dass der Region das Wasser zum Leben abgraben sollte. Er hat sich im August für ein Interview für uns zur Verfügung gestellt.
Der Investor bleibt bis heute seine Lieferanten für Wasserstoff schuldig und schummelt auch gerne mal mit den Begriffen Sonnengürtel und Westasien in seinen Präsentationen, ohne konkret zu werden.
Ein älteres Wikileaks legt sogar die Verbindungen zwischen Herrn Alvera und Eni auf, einer russischen Initiative, die bis Italien fossile Gaspipelines bauen möchte. Wie sicher ist Herr Alvera nun auf dem Pfad der Erneuerbaren?
Schon liest man, dass TES auf der COP ein Papier mit Aserbaidschan unterzeichnet hat zum Import von ENG, also grünem Gas – aus einem fossilen Staat? Wie glaubhaft ist das? Wie genau wird das Gas produziert?
Grüngas – Net Zero, Power House Nordwest, Growmorrow, sind nebulöse Headlines, ohne wirkliche Aussagen in Bezug auf eine resiliente Zukunft.
Kritiker des Wasserstoffhochlaufs sagen, dass es nach einer regelrechten Panik der fossilen Lobby aussieht, denn die kann ohne Profitmaximierung ihren Shareholdern keine Dividenden mehr ausschütten.
Hermann Scheer sagte einmal: Erneuerbare Energien sind unerschöpflich und er hat Recht, denn Solar- und Windenergie liefern jedes Jahr immer mehr günstigen Strom.
Die Zeiten des Wachstums für fossile Unternehmen sind objektiv betrachtet am Ende. Schnell muss für die fossile Lobby eine neue profitable Folgelösung her, auf Kosten des Gemeinwohls? Wasserstoff soll auch gelagert und wieder verstromt werden. Ein Irrsinn, allein schon bezogen auf die Energie, die gebraucht wird, um den Champagner der Energie zu produzieren.
Dafür braucht es neue Kavernen bei Jever, die Bodenabsackungen verursachen. Etzel ist schon heute bis zu 70 cm abgesackt und braucht Deiche im Inland, Kavernenkonvergenz nennt sich dieser Vorgang. 5 Meter Absackungen sind prognostiziert.
Naivität soll Schule machen: Beim diesjährigen Neujahrskonvent versuchte Oberbürgermeister Feist den Stadtpark als Naturareal zu stempeln und zog Parallelen zu dem Schutzgebiet, was heute auf dem Spiel steht.
2028 wird Wilhelmshaven laut Prognosen mit ca. 480 Millionen Euro überschuldet sein. Unfassbar, wie sehr man sich scheinbar für Investoren bücken muss, wenn die Stadtkasse so klamm ist, wie in Wilhelmshaven.
Hat die Wilhelmshavener Politik keine eigenen Ideen mehr, solche, die darauf hinweisen, dass man die Zeichen der Zeit wirklich erkannt hat?
Schon erscheint das neue Zauberkunststück Carbon Capture and Storage am Horizont, kurz CCS. TES hat auch gleich eine passende Gesellschaft ausgegründet, Kohlendioxid (CO2?) im Meer zu verklappen? Was für ein Irrsinn. Die arme See hat mit uns Menschen eh schon genug zu tun, unterirdischer Gesteinskörper, Saline Aquifere wie Sand, Kies oder geklüfteter Fels sind niemals dicht. CO2 um die Welt zu verschiffen, um Wasserstoff in Form von Methan zu transportieren? Wie soll sich das rechnen?
Dem Umweltschutz wird nicht zugehört. Er wird diskreditiert und als wirtschaftsfeindlich gebrandmarkt.
Genug der Kritik – was wollen wir:
Wir wollen, dass Unternehmen ihre Steuern hier in Wilhelmshaven zahlen und ihre Gewinne nicht ins Ausland oder in Steueroasen verschieben. Wir wollen, dass Unternehmen in Schieflage in die geschäftliche Neuorientierung eingebunden werden und mit Bestandsarealen ihren Teil zum Erfolg Wilhelmshavens beitragen.
Wir wollen, dass die Industriebrache von ICI Ineos im Rüstersieler Groden besser gestern als heute von Gift befreit der wirtschaftlichen Nutzung zugeführt wird, anstatt immer wieder neue Areale zu versiegeln.
Wir wollen ein Wasserstoffcluster auf dem Rüstersieler Groden, das Areal in
3-D bebaut, die Elektrolyse mit immer stärker werdendem Windstrom – vermutlich das sinnvollste Projekt in diesem Reigen.
Wir wollen, dass die Unternehmen partnerschaftlich zusammenarbeiten und die Versieglung minimieren.
Wir wollen für die Stadt Wilhelmshaven eine Solardachoffensive, die sich gewaschen hat. Wir wollen unsere Verantwortung wahrnehmen und unseren Beitrag mit Strom aus erneuerbaren Quellen in die Stadt bringen.
4000 Solarmodule sind von der IGS verschwunden – ist Euch das bekannt?
Wir wollen unabhängig werden von fossilen Folgeunternehmen, die Deutschlands Industrie den Wasserstoffpreis zukünftig diktieren wollen. Wir wollen dezentrale, havariefeste, angriffsferne Energiestrukturen, die uns in Notlagen versorgen und nicht durch irgendwelche Freunde Putins oder Trumps als Bedrohung der Demokratie aufgezwungen werden.
Wir wollen echte Zukunftsunternehmen, die achtsam mit der Natur umgehen, endlich echte Kreislaufwirtschaft etablieren, Ressourcenschutz und insgesamt das Jahrhundertgeschäft Klimaschutz in den Blick nehmen.
Bis heute ist der Wasserstoffhochlauf ein Feigenblatt, eine Steuergeldfressmaschine, ein Scam – also ein ausgewachsener Betrug. Wasserstoff in Autos? Nach Michael Liebreich ein Trugschluss. Maximal die chemische Industrie braucht diesen Rohstoff – alle anderen Prozesse müssen wir neu denken, um unseren Erdball lebenswert zu erhalten.
Wasserstoff ist als Klimagas und neuesten Studien nach ebenfalls nicht unschuldig an der Erderwärmung.
Hans Josef Fell, Urvater der Energiewende, schreibt uns ins Stammbuch: Wilhelmshaven – widme Dich einer maritimen Wirtschaft – hole CO2 Fresser aus dem Meer und bringe sie als neue Rohstoffe zur chemischen Industrie.
Hier in Wilhelmshaven kann diese Zukunft entstehen. Die Jadestadt könnte Vorreiter in der Gestaltung einer gesamtheitlichen realistischen Energielandschaft werden von der die Bürger:innen profitieren und nicht Privatunternehmen, die ihre Profitgier auf Kosten des Gemeinwohls befriedigen.
Was ist eigentlich mit unseren Kindern? „Wer wollen wir gewesen sein“ formuliert Maja Göpel und was geben wir unseren Kindern mit der Haltung „Wirtschaft first und nach uns die Sintflut“ wirklich mit auf ihren Lebensweg?
Verzweiflung – Zukunftsangst, weil sich die Politik, gemessen an der wirklichen Realität, verweigert? Hier in Wilhelmshaven sollten wir Wasserstoff maßvoll denken – realistisch – auf Augenhöhe – immer mit dem Blick auf die wirkliche Entwicklung eines zukünftigen Energieportfolios.
Die neueste Klima-Studie für Wilhelmshaven sollte uns erden. Sie besagt, wie gefährdet der Standort Wilhelmshaven wirklich ist. Ketzerisch könnte man formulieren, ob die Investoren auch darüber nachgedacht haben, ihre Industrieanlagen besser schwimmend zu konzipieren. TES ist für mich kein glücklicher Investor für Wilhelmshaven. Ich bitte Sie liebe Ratsleute – lehnen Sie diesen Budenzauber heute ab.
Vielen Dank.

28.06.25
Festivalsommer 2025. Auf der Fusion, einem großen Festival in Lärz (Mecklenburg-Vorpommern, war ich eingeladen einen Vortrag zu den Aktionen des Bündnisses Netzwerk Energiedrehscheibe zu halten. Was für ein Festival, der inhaltliche Programmteil auf mehreren Bühnen unfassbar tief. Es war eine Ehre als „Artist“ dabei zu sein. Ely Heine von „Mehr Bäume jetzt“ hat mich beim Vortrag unterstützt. Danke auch dafür.
Damit endet das Jubiläum des Dreijährigen des Netzwerks Energiedrehscheibe fulminant, musikalisch, inhaltlich und schrill und bunt. Das tat sehr gut. Danke für die Einladung.
NDR Panorama zu Ansaugung von Fischen in Industrieanlagen 11.02.2025
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Industrieanlagen-am-Meer-Wie-viele-Fische-muessen-sterben,panoramadrei4854.html
Videoaufnahme: Danke an Wolf Hufenbach – Zukunftswerkstatt Wilhelmshaven
Rede 31-01-2025 Demonstration für Demokratie Wilhelmshaven
Meine Jacke ist blau wie der NABU, unsere Herzen sind bunt – wir stehen zusammen in dieser Runde.
Ich bin Stefanie Eilers, 1. Vorsitzende des NABU Wilhelmshaven.
Der NABU Deutschland hat knapp 1 Million Mitglieder und Förderer, 133000 in Niedersachsen, in Wilhelmshaven sind wir mehr als 500. Keine Partei in Wilhelmshaven hat mehr Mitglieder als wir.
Vor 125 Jahren, am 1. Februar 1899, gründete Lina Hähnle den Bund für Vogelschutz. Sie führte den heutigen NABU fast 40 Jahre bis 1938 in die NS-Diktatur. Ihr Sohn Reinhold wurde als psychisch krank 1940 vom NS- Regime als Euthanasieopfer ermordet.
Ich habs mit Meeresschutz für den NABU Niedersachsen und bin eine von 150 Leuten im Netzwerk Energiedrehscheibe, die den Umbau Wilhelmshavens und die Energiewende Deutschlands insgesamt kritisch begleiten. 24 Verbände haben sich inzwischen diesem Netzwerk zum Austausch angeschlossen. Wir arbeiten in mehr als 25 inhaltlichen Arbeitsgruppen regional, bundesweit und international. Die Expertise dieses Bündnisses ist enorm gewachsen.
Meine Jacke ist blau wie der NABU, unsere Herzen sind bunt – wir streiten zusammen auf der Seite der Demokraten in dieser Runde.
Das Wachstum des NABU und der anderen Verbände ist bedeutsam. Wirtschaft zuerst kann in unserem dichtbesiedelten Land nicht mehr die richtige Losung sein.
Die Ackerböden, Wälder, Moore, Graslandschaften und das Watt müssen gesund und groß sein und mehr werden, um auch die Luft zum Atmen zu erhalten.
Wir wären gut darin beraten, die Wildnisse Deutschlands und im Kleinen die Natur auch in unseren Gärten und unserer Stadt zu schützen und zwar auf jedem möglichen Quadratmeter. Naturschutz ist Menschenschutz und keine Naturromantik. Die Welt zeigt uns die globalen Grenzen eindrücklich auf.
Die Vereinnahmung von Umwelt- und Naturschutz durch rechte Ideologien ist nicht neu. Sie hat eine lange Tradition. Dass hinter Argumenten für die Natur rechte Akteure stecken können, ist oft nicht sofort zu erkennen. Umso wichtiger ist es, wachsam zu bleiben und Strukturen zu schaffen, um auf rechte Einflussnahme zu reagieren.
Sogenannter Heimatschutz und vorgetäuschter Naturschutz zu Zwecken des eigenen Marketings ist Trickdiebstahl von Wählerstimmen, besonders, wenn man Forschung und Wissen mit Absicht ignoriert oder negiert.
Meine Jacke ist blau wie der NABU, unsere Herzen sind bunt, wir stehen zusammen in dieser Runde.
Und jetzt sage ich Euch, was uns unter Anderem beschäftigt.
CCS – Kohlendioxid in Pipelines und mit Kesselwagen durchs Land – das Risiko auf die Kommune abwälzend, die Gefahr für die Bevölkerung ausblendend?
Hochklassige Schutzgebiete sollen zerstört werden, der Ausgleich wird nicht besser. Die Flächen werden immer kleiner. Wie schön wäre es, sie sachte touristisch einzubinden zwischen Hafen und Wirtschaft. Die Zugvogeltage sind ein lohnendes Beispiel.
Der Anleger für Verflüssigte Gase. 6 leuchtende und pumpende Schiffe für Deutschlands Industrie mit Baggerwahnsinn und Havarie Risiko am Wattenmeer. SEFE und Ammoniak. SEFE kennt man unter Gazprom Germania. Politisch brisant.
Fehlende Antworten rund um die Rodung für Mosolf – NPorts, Minister Lies und Wirtschaftsförderer Leonhardt – wir warten! Was wäre denn mit Emden?
Unbeantwortete Fragen zu Wasserstoff bei Uniper, geht’s mit Ewigkeitschemikalien oder doch nicht?
Fortschreitende Planungen der Firma TES – Greenwashing – woher sollen Eure angeblich grünen Gase kommen?
Pipelines und Trassen durchs Unesco Weltnaturerbe Wattenmeer
Chlor in die See am LNG Terminal – wer von Euch stoppte die Umrüstung ?? WER?
Die EWE ignoriert seit mehr als 2 Jahren Fragen und Terminvorschläge unseres Netzwerks
Welches Wasser sollen die Elektrolyseure trinken? Natürlich lieber das von uns Menschen. 330000 cbm alleine für EWE Emden zum Start. Wasser für 7500 Menschen.
Die nächsten 30 Hektar Natur fallen für die Solarproduktion weil wir unabhängig werden sollen von China. Chinesische Autos sollen den Hafenausbau ermöglichen, Herr Minister Lies – das hinkt gewaltig.
Der Pumpwerkpark soll einem Schampustempel weichen.
Sackende Böden in Kavernengebieten – sind genug Rücklagen für Schäden da?
LNG aus den USA, dunkles Russengas auch per Tanker, mysteriöse Infrastrukturspionage – wir sollten unabhängig werden im eigenen Land mit eigener Kraft Erneuerbar und unsere Wirtschaft daran anpassen, auch wenn es im Übergang schmerzen könnte.
Die Energieerzeugung gehört für uns besser in die Bürgerhände.
Wir werden mehr. Gerade am 18.01. haben wir uns nach Ostfriesland erweitert und das Netzwerk Energiedrehscheibe wird größer, ein demokratischer Prozess, den auch Ihr ertragen müsst, Ihr Demokraten.
Wie laden also alle Demokrat*innen ein – zum fachlichen Streit. Er ist nötig dieser Tage. Spielereien um Termine, Runde Tische, Blockaden und Ignoranz gehören ab heute bitte nicht mehr dazu, denn das ist undemokratisch und das wollt Ihr nicht sein.
Meine Jacke ist blau wie der NABU, unsere Herzen sind bunt – wir stehen heute hier zusammen in dieser Runde.
